Doping? Nicht mit uns!

Ein klares „Nein“ zu jeder Form von Doping - für die SSF Bonn ist das selbstverständlich und wichtiger Bestandteil der auch nach außen offensiv vertretenen Vereinsphilosophie. Aktive Doping-Bekämpfung erstreckt sich auf alle Ebenen der Vereinsarbeit; Chancengleichheit, Fairness und Gerechtigkeit sind die Grundwerte, die der Club sowohl im Leistungs- als auch im Breitensport vermittelt.

Wir sind der festen Überzeugung, dass das Thema Doping nicht nur „ganz oben“, im Leistungssport, offen angesprochen werden sollte. Auch im Breitensport und auf Vereinsebene - „ganz unten“ also - gilt es, das richtige Bewusstsein für einen fairen Sport zu wecken. Deshalb hat der Vereinsvorstand auf seiner jüngsten Mitgliederversammlung einen Anti-Doping-Beauftragten berufen.

Dieses neue Amt hat Professor Dr. med. Jürgen Reul übernommen, Neuroradiologe und selbst Ausdauersportler bei den SSF Bonn. Zu seinen Aufgaben gehören die Durchführung von Schulungen im Verein und die Koordination von Präventionsmaßnahmen und Informationsmaterial für die Vereinsmitglieder. Für die Athleten ist Prof. Reul Ansprechpartner und Vertrauensmann, für den Verein knüpft und pflegt er die Kontakte zu Gremien wie zum Beispiel der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA).

„Bestrafung hat sich noch nie als sehr wirksames Instrument erwiesen. Sicher braucht man Kontrollen und Überwachungssysteme, aber diese dürfen nicht zum Selbstzweck werden. … Ächtung und Prävention können effektiv sein. … Prävention heißt in erster Linie frühzeitige und strukturierte Information über die Doping-Mechanismen, über die gesundheitlichen Risiken und Gefahren, aber auch die Vermittlung von Wertbegriffen wie Fairness und Ehrlichkeit - sportliches Verhalten also.“
Prof. Dr. Jürgen Reul (Sport-Palette, Februar 2008)

Die SSF Bonn aber tun noch mehr: Michael Scharf, Vorsitzender des Clubs, gehörte zu den Ersten, die im Internet einen Eid gegen Doping geleistet haben. Er appelliert an Sportler auf Vereins- und Verbandsebene, sich diesem öffentlichen Bekenntnis anzuschließen.

„Entscheidend scheint mir, welche gesellschaftlichen Werte wir jungen Menschen im Spitzensport mit auf den Weg geben. Dass nur Siege zählen und ab Platz 2 die Niederlage beginnt, wäre ein falsches Ideal. Vielmehr verdient jeder, der sportliche Bestleistungen im Rahmen seiner persönlichen Leistungsfähigkeit erzielt, Respekt, Anerkennung und Unterstützung - unabhängig davon, ob er nun Olympiasieger, Deutscher Meister, Stadtmeister oder Platzierter ist. … Unabdingbar dafür sind: Respekt und Achtung vor dem sportlichen Gegner, Respekt vor der Wahrheit und vor sportlichen Regeln, Akzeptanz der Leistungsgrenzen, die der eigene Körper vorgibt.“
Michael Scharf (Sport-Palette, Juli 2007)

Stellung bezieht der Verein auch vor Ort: Im Sportpark Nord und in der SSF-Geschäftsstelle können sich alle, die bei den SSF Bonn Sport treiben, die Eltern der im Verein trainierenden Kinder und Jugendlichen mit Informationen zum Thema Anti-Doping versorgen.

„Doping ist keine lässliche Sünde, Doping ist kriminell. Doping und das Schönreden von Doping machen den Sport kaputt.“
Michael Scharf (Sport-Palette, Juli 2007)

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