Auf dem richtigen Weg
Der erste Teil der laufenden Schwimmsaison ist geschafft, und dabei konnten die Schwimmer im überwiegenden Teil an ihre guten Leistungen der letzten Saison anschließen. Da in der Wintersaison keine Jahrgangsmeisterschaften durchgeführt werden, konnte insgesamt nicht mit einer großen Medaillenausbeute gerechnet werden, doch sammelten die jungen Aktiven Wettkampferfahrung auf einigen Internationalen Schwimmwettkämpfen.
Erfolgreiches Abschneiden bei den NRW-Meisterschaften
Mit 9 Medaillen in der offenen Klasse, 16 Medaillen in der Jahrgangswertung sowie 9 Endlaufplatzierungen war dies eine der erfolgreichsten NRW-Meisterschaften in der jüngeren Vergangenheit.
Denise Gruhn schwamm über 80m und 400m Freistil persönliche Bestzeit und sicherte sich damit beide Titel. Joseph Kleindl belegte über 1500m Freistil und mit Bestzeit über 400m Freistil jeweils Platz 2. Drei Vizemeisterschaften holte Cornelia Bauer über 100m Freistil, 100m Rücken und 50m Schmetterling.Gleichfalls Vizemeisterschaften erreichen die 4x50m Freistil- und die 4x50m Lagen-Staffel der Damen. Mit Ingmar Winterhoff (50m Rücken), Daniel Sowa (50m Brust) und Tom Kochalski (20m Brust) erreichten drei Aktive jeweils die Finalläufe.Titel in der Jahrgangswertung erschwammen sich Verena Ebert, Alina Knees und Cornelia Bauer.Medaillen in ihren Jahrgängen gewannen Annika Walder und Julia Reichwald.
Deutsche Kurzbahnmeisterschaften in Essen
Bereits zum fünften Mal war das Essener Hauptbad Austragungsort dieser Meisterschaften. Durch die frühzeitige Absage von Britta Steffen und den krankheitsbedingten Verzicht von Paul Biedermann hatten die Meisterschaften zwar etwas von ihrem Glanz verloren, doch zeigte das Zuschauerinteresse, dass der Schwimmsport in Deutschland immer populärer wird.
Mit Endlaufplatzierungen der Bonner Aktiven war nicht zu rechnen; sie hatten sich vielmehr zum Ziel gesetzt, Erfahrungen zu sammeln und auch in einer solchen Atmosphäre Bestleistungen zu errringen.
Diese Aufgabe lösten einmal mehr Denise Gruhn und Joseph Kleindl, die mit ihren Leistungen sehr zufrieden sein konnten. Der Senior im Team, Daniel Sowa, schaffte erneut eine Bestzeit über 50m Brust. Cornelia Bauer gelang über 50m Rücken der Sprung in das B-Finale. Überraschend war der 7. Platz der 4x50m Freistil-Staffel der Damen, die die Finalteilnahme nur um zwei Zehntelsekunden verpassten.
Gute Mannschaftsleistung aller DMS-Mannschaften
Bei dieser Wettkampfform wird der Schwimmsport vorübergehend zum Mannschaftssport: Wie im Fußball wird, je nach Leistungsstärke in unterschiedlichen Ligen geschwommen und werden alle geschwommenen Zeiten in Punkte umgerechnet. Deutscher Mannschaftsmeister bei den Damen und Herren wird jeweils die punktbeste Mannschaft in der 1. Bundesliga.
Die 1.Damen und die 1.Herren-Mannschaft der SSF Bonn gingen in der 2.Bundesliga West an den Start und belegten am Ende Platz 3 bzw. 5. Hier stellten sich besonders die „alten Herren“, Max Fingas, Ingmar Winterhof und Daniel Sowa, in den Dienst der Mannschaft und konnten mit zahlreichen guten Leistungen an ihre Glanzzeiten anknüpfen. Der 2.Herren-Mannschaft war im vergangenen Jahr überraschend der Aufstieg in die Oberliga gelungen, doch musste die stark verjüngte Mannschaft erkennen, dass diese Liga doch noch zu stark für sie ist. So kämpften die Jungens bis zum letzten Start, konnten den Abstieg in die Landesliga aber nicht verhindern. Die 2.Damen-Mannschaft machte es genau umgekehrt und schaffte mit einer sehr guten Mannschaftsleistung den Aufstieg in die Oberliga. Nachdem die 3.Damen-Mannschaft 2008 erst den Aufstieg in die Mittelrheinliga geschafft hatte, konnte sie sich 2009 nochmals steigern und schaffte den Aufstieg in die Landesliga.
Umstellungen beim Nachwuchs zeigen Erfolge
Im Sommer 2009 übernahm Uwe Werkhausen die neu zusammengestellte 2.Mannschaft, in der viele junge Aktiven auch im schulischen Bereich eine Umstellung zu verkraften hatten – die auf eine weiterführende Schule. Die Herbstferien nutzte die Mannschaft dennoch, um sich im Trainingslager Grundlagen für die Wintersaison zu erarbeiten. Das hat sich gelohnt: Im Verlauf der Wintersaison zeigten insbesondere Josha Salchow, Moritz Brandt, Mike Heinen und Jan Kaatz gute Leistungen, die für die Zukunft vieles erhoffen lassen.
Viele Bestzeiten der jüngsten Aktiven
Nach den Sommerferien ist es gelungen, die Strukturen in den Pinguin-Gruppen deutlich zu verbessern, wovon sich die beiden verantwortlichen Trainer Kersten Palmer und Oliver Strangmann erhoffen, mehr Kinder in die Trainingsgruppen zu integrieren und auch die Jüngsten ihrem individuellen Leistungsvermögen entsprechend besser fördern zu können. Dass dies ein guter Weg ist, zeigten die teilweise erheblich verbesserten Leistungen beim Nikolaus-Schwimmfest in Godesberg und beim Adventschwimmfest in Duisburg. Ihren ersten größeren Test müssen die Kinder bei der im Februar beginnenden DMS/J bestehen. Hier werden die Kinder des Jahrgangs 2002 als jüngster Jahrgang an den Start gehen.
Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt allen Aktiven also nicht, denn schon Ende Januar stehen die ersten Wettkämpfe an.
Ute Pilger




