Floorball - Einführung

Das Spiel

Schnell, intensiv, einfach und schweißtreibend – das ist Floorball. Diese junge Sportart, die in Deutschland auch "Unihockey" genannt wird, ist eine Mischung aus Feld- und Eishockey, gepaart mit der Fairness des Basketballs. Kondition und Geschicklichkeit werden gleichermaßen gefördert, ohne dass der Spaß dabei auf der Strecke bleibt. Gespielt wird mit einem leichten Kunststoffschläger und einem gelochten Ball. Ziel des Spiels ist es im mannschaftlichen Zusammenspiel möglichst viele Tore zu schießen.

Floorball ist für alle Altersstufen und beide Geschlechter geeignet und es erfreut sich rasch wachsender Beliebtheit. Die notwendige Ausrüstung ist preiswert, die Verletzungsgefahr deutlich geringer als in anderen Teamsportarten wie Fußball, Handball oder Eishockey.

Vor allem Schnelligkeit, Koordinationsfähigkeit und Teamgeist sind für erfolgreiches Unihockeyspielen notwendig. Das einfache und verständliche Regelwerk dient der Förderung eines schnellen Spieles auf hohem technischen und taktischen Niveau.

Floorball ist für Schule und Verein geeignet und kann als Freizeit- oder Wettkampfsportart ausgeübt werden. Je nach vorhandenen Kapazitäten kann man in unterschiedlichen Varianten spielen. Die Königsvariante wird mit je fünf Spielern plus Torhüter gespielt und ist dem Eishockey recht ähnlich, jedoch ohne dessen körperliche Härte und teure Ausrüstung. Da technische Fertigkeiten und Raffinessen beim Unihockey beinahe noch wichtiger sind, ist Unihockey nicht nur für die Spieler, sondern auch für Zuschauer sehr attraktiv. Für die Schule eignet sich besonders Unihockey Mixed, bei dem Mädchen und Jungen gemeinsam auf kleinere Tore ohne speziell ausgerüstete Torhüter spielen.

Großfeld

Großfeld-Floorball ist die Königsdisziplin dieser Sportart. Alle internationalen Wettbewerbe (Länderspiele, Europapokal, Weltmeisterschaften) werden ausschließlich in dieser Spielform ausgetragen. Die Floorball-Bundesliga der Damen und Herren ist die höchste Spielklasse in Deutschland.

Pro Mannschaft spielen fünf Feldspieler und ein Torhüter. Der Torhüter hat keinen Schläger und wehrt die Bälle mit dem Körper ab. Aus diesem Grund trägt er spezielle Schutzkleidung (Torhütermaske, Pullover und Hose). Insgesamt dürfen 20 Spieler pro Spiel eingesetzt werden. Die Auswechselungen der Spieler kann jederzeit erfolgen, muss aber in den dafür vorgesehenen Wechselzonen stattfinden.

Die offizielle Spielfeldgröße beträgt 40 x 20 m, die Höhe der Spielfeldumrandung beträgt 50 cm. Die Tore haben eine Größe von 160 x 115 cm und abgerundete Ecken. Vor jedem Tor gibt es einen Schutzraum, den Feldspieler nicht betreten dürfen, sowie einen Torraum, außerhalb dessen der Torhüter den Ball nicht mit den Händen spielen darf. Die Spielzeit beträgt 3 x 20 Minuten. Die Pausen zwischen den Dritteln dauern je 10 Minuten.

Da bei dieser Spielvariante eine Vielfalt an taktischen Möglichkeiten besteht, ist regelmäßiges Training durch großfelderfahrene Übungsleiter eine wichtige Voraussetzung für ambitionierte Großfeldteams. In dieser Spielvariante steht je Spieler die größte Spielfläche zur Verfügung, weshalb neben der Athletik und Technik der Spieler besonders auch der Taktik (Stellungsspiel, Bewegungsabläufe mit und ohne Ball) als "dritten Säule" eine große Bedeutung zukommt.

Kleinfeld

Beim Kleinfeld-Floorball stehen sich je drei Feldspieler gegenüber, wobei bis zu 14 Spieler pro Team eingesetzt werden können. Die Spielfeldgröße beträgt 28 x 16 m. Die Tore sind sind 160 x 115 cm groß. Die Spielzeit in den Kleinfeldligen des DUB beträgt 2 x 20 Minuten (Pause 5 Minuten). Das Feld ist von einer 50 cm hohen Bande begrenzt. Da bei dieser Variante jedem Spieler 20% weniger Platz zur Verfügung steht als auf dem Großfeld, sind die taktischen Möglichkeiten etwas begrenzter.

Technisch und läuferisch gute Spieler sind hier im Vorteil, insbesondere schussstarke Spieler. Diese Variante bietet vor allem kleineren Vereinen, Einsteigern oder auch mehr spaßorientierten Gruppen die Möglichkeit, an einem organisierten Spielbetrieb teilzunehmen. In Deutschland spielen Damen und Herren in regional organisierten Ligen, deren bestplatzierte Teams dann zum Ende der Saison in Playoffs die Deutschen Kleinfeldmeistschaften ausspielen.

Mixed – auf kleine Tore

Aus dem Spiel auf kleine Tore mit gemischten Mannschaften haben sich in Deutschland alle anderen Spielformen entwickelt. Lange bevor in Deutschland ein Ligaspielbetrieb entstand, gab es bereits eine große Zahl von regelmäßig ausgetragenen Mixed-Turnieren, häufig in enger Verbindung mit dem Universitätssport. Hier wurde und wird neben dem Kampf um die Pokale vor allem der Spaß in den Vordergrund gestellt.

Heute entwickelt sich Mixed-Floorball vor allem in den Schulen, weil es sich hervorragend eignet, um Mädchen und Jungen gemeinsam am Sportunterricht zu begeistern. Traditionell treffen sich zum Ende eines jeden Jahres die besten Mannschaften Deutschlands, um in Turnierform die Deutsche Floorball Mixed Meisterschaft auszutragen und zeigen dabei, dass diese Art von Floorball durchaus attraktiv und ernsthaft sein kann.

Das Spielfeld ist 28 x 16 m groß (Kleinfeld) und von einer 50 cm hohen Bande begrenzt. Die Spielzeit beträgt 2 x 15 Minuten mit einer 5 Minuten-Pause. Die Tore sind 90 x 60 cm groß. Es wird ohne Torhüter gespielt. Direkt vor dem Tor befindet sich ein 190 x 90 cm Schutzraum, der von keinem Spieler betreten werden darf.

Das Material

Der Schläger: Mittlerweile gibt es unzählige Schläger in den unterschiedlichsten Variationen, unter denen jeder einen passenden findet. Floorballschläger gibt es ab ca. 20 Euro für Einstiegermodelle; Spitzenmodelle kosten etwa 150 Euro (oder mehr). Die Stöcke sind sehr haltbar und können einige Jahre lang gespielt werden (Griffband und Kelle können bei Abnutzung ersetzt werden). Wichtig ist die richtige Stocklänge, wobei Spieler hier unterschiedliche Präferenzen haben. Ein kurzer Schaft ermöglicht eine bessere Kontrolle, ein längerer Schaft erhöht die Reichweite. Gerade vor sich gehalten, die Kelle auf dem Boden, sollte der Stock in etwa bis zum Bauchnabel reichen. Das Schaufelblatt, auch Kelle genannt, kann bei den meisten Schlägern bei Bedarf ausgewechselt werden und wird üblicherweise leicht gebogen. Für Einsteiger eignet sich eine weiche Schaufel und ein elastischer Stock. Fortgeschrittene Spieler und vor allem Angriffsspieler verwenden meist härtere Stöcke und Schaufeln. Dieseermöglichen schärfere Pässe und Schüsse, erfordern aber auch eine bessere Technik.

Der Ball: Der schalenförmige Kunststoffball hat einen Durchmesser von 72 mm und besitzt 26 Löcher. Er wiegt nur 23 g, wodurch extrem hohe Fluggeschwindigkeiten (bis 180 km/h) erreicht werden. Die Bälle für den Spielbetrieb sind in der Regel einfarbig weiß oder hellgelb. Bei hellen Bodenbelägen können jedoch auch andersfarbige Bälle eingesetzt werden.