U14-Volleyballer Westdeutscher Meister 2010:

Sensation nach Nervenkrimi

Nach einem regelrechten Nervenkrimi machten die U14-Spieler der SSF Fortuna Bonn die Sensation bei den Westdeutschen Meisterschaften in Minden perfekt: Sie beendeten ein fulminantes Wettkampf-Wochenende mit dem Gewinn des Meistertitels.

Dabei war die Anreise zum Turnier mit nur vier Spielern von Vornherein ein immenses Risiko, denn schon eine kleine Verletzung oder auch die bloße Ermüdung eines der Spieler hätte dem Team einen Strich durch die sportliche Rechnung gemacht.

Der Auftakt verlief jedoch relativ einfach, denn mit der Mannschaft des 1.VC Minden war kein allzu starker Gegner zu bezwingen. Das zweite Spiel der Vorrunde gegen Human Essen, die neben dem SSF Bonn und Moers zu den Titelaspiranten zählten, entwickelte sich allerdings zu einem harten Duell. Dennoch gelang es der Mannschaft, sich mit 2:1-Sätzen gegen den Mitfavoriten durchzusetzen und so ihre Titelambitionen zu untermauern.

Das Spiel um den Einzug ins Halbfinale gegen den TV Hörde wurde erwartungsgemäß leichter; eine Platzierung unter den ersten Vier war erreicht und das Minimalziel der Fortuna gesichert. Das solide Auftreten der Mannschaft und vor allem der Sieg gegen starke Essener gab den Spielern viel Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit.

Hochmotiviert ging die Mannschaft in die Halbfinalbegegnung gegen Lüdinghausen. Diesen Gegner erwartete man mit viel Respekt, nicht nur weil er mit einer Körpergröße von 1,88 Metern den deutlich längsten Spieler des Turniers in seinen Reihen hatte. Den Bonnern gelang es jedoch durch eine optimale Umsetzung der taktischen Anweisungen, über das gesamte Spiel die Oberhand zu behalten und verdient mit 2:0 zu gewinnen.

Höchstleistung ohne Auswechselspieler

Mit dem Einzug ins Finale war die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft gesichert, ging es auch darum, die Spieler nochmals zu motivieren und sich nicht etwa mit einem zweiten Platz zufriedenzugeben. Mit dem Moerser SC stand der SSF Fortuna eine der professionellsten Mannschaften überhaupt gegenüber – kein Wunder, dass sich das Spiel für Spieler, Betreuer und Zuschauer gleichermaßen zu einem Nervenkrimi entwickelte. Es wurde um jeden Punkt gekämpft und man schenkte sich nichts, doch war das Glück letztlich auf Bonner Seite und konnten die Jungs den dritten Entscheidungssatz deutlich für sich entscheiden. Nach dem Spiel waren die Emotionen denn auch kaum zu bändigen, feierten Team und Betreuer mit den mitgereisten Fans das glorreiche Ende eines unglaublichen Wochenendes.

Dem Trainer bleibt auch an dieser Stelle nichts anderes, als noch einmal die wirklich unglaubliche Leistung der Spieler um Florian Wittich, Hakim Dziri, Tobias Sica und Luis Fischer hervorzuheben. Sowohl den einzelnen Spielern als auch der Mannschaft als Kollektiv ist es gelungen, mental und körperlich alles aus sich herauszuholen. Und das alles ohne einen einzigen Auswechselspieler!


Amir Dziri