Sportarten

Die Dan-Grade im Ju-Jutsu

Neben den 6 Schülergraden (Gürtelfarben weiß, gelb, orange, grün, blau und braun) gibt es im Ju-Jutsu 10 Meistergrade, die sogenannten Dan-Grade. Der 1.-5. Dan ist durch den schwarzen Gürtel, der 6.-8. Dan wahlweise durch den rot-weißen, schwarzen oder rot-schwarzen Gürtel und der 9. und 10. Dan durch den roten Gürtel gekennzeichnet. Der 1. Dan muss durch technische Prüfungen erreicht werden. Die Dan-Grade 2.-5. können durch Prüfungen erreicht oder aufgrund überragender Meisterschaftserfolge ab Landesebene oder für besondere Verdienste um das Ju-Jutsu verliehen werden. Die Dan-Grade 6.-10. werden nur noch auf Antrag des Vereins oder des Landesverbandes von einer spezielle Ehrenkommission des Deutschen Ju-Jutsu-Verbandes verliehen. Die Vorbereitungszeit für Prüfungen und die Wartezeit bei Verleihungen beträgt für den 2. Dan zwei, steigend bis zum 7. Dan sieben Jahre. Die Anforderungen an das technische Können des Dan-Aspiranten steigt vom 1. Dan bis zum 5.Dan überproportional.

Das Ju-Jutsu-Training wird in der Regel in den Vereinen von einem Übungsleiter, dem sogenannten Trainer geleitet. Die Lizenz zum Fachübungsleiter kann erworben werden, wenn man unter anderem mindestens den 1. Kyu (brauner Gürtel, höchster Schülergrad) erreicht hat. Meist ist jedoch der Trainer Träger des „Schwarzen Gürtels“ und somit mindestens Inhaber des 1. Dan. Aufgrund der hohen technischen Anforderungen und dem damit verbundenen großen Zeitaufwand für das eigene Training, das neben dem Trainingsbetrieb für die anderen nebenbei erfolgen muss, sind aktive Trainer mit den Graduierungen 1.-3. Dan häufig, 4.-5. Dan selten und 6.-7. Dan in wenigen, weit bekannten Ausnahmefällen (meist nur auf Lehrgängen) anzutreffen. Zu bedenken ist dabei, dass es für die Prüfung und Verleihung ein Mindestalter als Voraussetzung gibt. Für den 6. Dan beträgt zum Beispiel die Wartezeit 6 Jahre und das Mindestalter 40 Jahre.

Neben dem Trainer, der in der Regel für das Ju-Jutsu „lebt“, gibt es einen, manchmal zwei, selten auch drei weitere „Schwarze Gürtel“ im alltäglichen Trainingsbetrieb. Auch hier ist der enorme Zeitaufwand für die anspruchsvollen Dan-Prüfungen mit den einhergehenden Einschränkungen für die Familie und den Beruf das Haupthemmnis. Neben den sportlich-technischen Fähigkeiten des Aspiranten kann dieses nur bei günstigen familiären und beruflichen Gegebenheiten mit einer gehörigen Portion Eigenmotivation und ständiger Förderung und Motivation durch den Trainer überwunden werden.