Sportarten
Prüfungsvorbereitungslehrgang in Köln
Am 07.06.08 fand in Köln Ehrenfeld ein Ju-Jutsu Vorbereitungslehrgang für Kyuprüfungen statt. Der Begriff Kyu bezeichnet die verschiedenen Schülergrade, welche durch bunte Gürtel, die zum Keiko-Gi (Trainingsanzug) getragen werden, gekennzeichnet werden.
Geleitet wurde der Lehrgang von den Referenten Reinhard Ogrodnik (6. Dan Ju-Jutsu, Vizepräsident Breitensport des NWJJV) und Michael Maas (5. Dan Ju-Jutsu, Bezirksvertreter Köln des NWJJV). Solch hochkarätige Referenten allein sind schon Grund genug, einen Lehrgang zu besuchen. Wenn man dann noch die Gelegenheit hat, bei diesen „Großmeistern“ des Ju-Jutsu prüfungsrelevante Techniken zu üben und Fragen zu stellen, ist der Lehrgang schon fast Pflichtprogramm für jeden ambitionierten Ju-Jutsuka. Natürlich durfte da auch der SSF Bonn nicht fehlen. So machten sich also die Bonner Ju-Jutsuka Ariane Heil (6. Kyu), Jens Franken (3. Kyu) und Fabian Bendlow (2. Dan) an diesem Samstag auf den Weg nach Köln.
In Köln-Ehrenfeld angekommen ging es dann in der kleinen Halle des Tokio Hirano an die Mattenarbeit. Unter den Lehrgangsteilnehmern waren alle Kyugrade vertreten. Somit ergab sich nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich ein buntes Bild, da jeder Kyugrad eigenen technischen Anforderungen in seinem Prüfungsprogramm beinhaltet.
Sehr gekonnt schafften es die Referenten für alle vertretenen Gürtelstufen ein anspruchsvolles und lehrreiches Programm zu gestalten und spezifisch auf die Anforderungen der jeweiligen Prüfungsstufen einzugehen. Systematische wurden die Bereiche der einzelnen Prüfungsprogramme durchgegangen, Technikprinzipien erläutert, Techniken vorgestellt, auf Besonderheiten hingewiesen und Fragen von Seiten der Teilnehmer geklärt. Durch regelmäßige Partnerwechsel wurde außerdem ein zentraler Aspekt der Prüfungssituation, bei der auch die Prüflinge untereinander wechseln müssen, mit einbezogen.
So konnte jeder der Bonner Ju-Jutsuka ein paar neue Techniken und viele Denkanstöße für sich aufgreifen und in sein Prüfungsprogramm einbauen.
Neben der rein technischen Bereicherung bietet solch ein Lehrgang auch immer die Möglichkeit des sozialen Austausches mit Gleichgesinnten außerhalb der häuslichen vier Dojo-Wände.
Nach gut 4 Stunden intensiver und schweißtreibender Mattenarbeit konnten die Referenten dann den Applaus der gut gelaunten Teilnehmer entgegen nehmen. Vor versammelten Teilnehmern stellte Reinhard Ogrodnik zudem den Einsatz und das Talent unserer Sportskollegin Ariane Heil heraus, die mit erst 6 Wochen Ju-Jutsu Erfahrung schon an einem Verbandslehrgang teilnahm. Jeder, der den Vizepräsidenten des NWJJV ein wenig kennt, weiß, dass solche Worte der Annerkennung selten sind und höchstes Lob bedeuten. Für Ariane also ein verheißungsvoller Start ihrer noch jungen Ju-Jutsu Karriere. Viele alte Hasen könnten sich von ihrer Einstellung ruhig mal wieder ein Stückchen abschneiden.
Für die Ju-Jutsuka des SSF Bonn stellte der Besuch des Lehrganges nicht nur aus technischer Sicht eine Bereicherung dar, sondern auch einen amüsanten Vereinsausflug bei dem es gemeinsam einige navigationstechnischen Herausforderungen zu bewältigen galt.Fabian Bendlow (Pressewart Ju-Jutsu-Abteilung)

