Sportarten
Karate und Kendo
Der Ursprung des Karate liegt zweifellos in Okinawa, der Hauptstadt der Ryu-Kyu-Inseln im südlichen Japan. Gichin Funakoshi, der Begründer des modernen Karate, entwickelte zu Beginn des 20. Jahrhunderts erste Trainingsformen und machte dieses Kampfsystem in Japan populär.
Dort wandelte sich die Bedeutung des Karate unter dem Einfluss des Zen-Buddhismus zum Karate-Do, einer Kampfkunst, die neben der Erlangung körperlicher Fertigkeiten auch der Entwicklung ethischer und moralischer Werte Rechnung trägt.
Viele Eltern nehmen an, dass Karate Gewalt fördernd ist, und erlauben diese Sportart deshalb nicht. Psychologen und Pädagogen haben festgestellt, dass Karate genau das Gegenteil bewirkt. Somit ist diese Sportart auch für Kinder ab acht Jahren zu empfehlen.
Weitere Informationen rund um das Thema Karate finden Sie auf den Seiten des Deutschen Karateverbandes.
Der Karate-Dachverband Nordrhein-Westfalen, der 2007 sein 25jähriges Bestehen feiert, bietet auf seiner Webseite Daten, Aktuelles, Termine, Angaben zu sämtlichen Dojos in Nordrhein-Westfalen sowie einen Newsletter.
Was ist Kendo?
Der Weg des Schwertes, so die sinngemäße Übersetzung, entstammt der Kampfkunst der japanischen Samurai. Über Jahrhunderte und verschiedene Entwicklungsstufen hat sich die heutige Form des Kendo entwickelt. Als Sportart ist Kendo heute weltweit verbreitet, wenn es auch den wenigsten bekannt ist. In Deutschland begannen die ersten vor etwa 30 Jahren mit dem Training. Unterstützt durch japanische Lehrer hat sich das Niveau in Training und Wettkampf seitdem stetig verbessert.
In traditioneller Weise gekleidet und mit einer Rüstung geschützt wird mit dem Shinai, dem Schwertersatz aus Bambusstreben, auf festgelegte Trefferflächen geschlagen.
Bis es soweit ist, dass man selber in einer Rüstung kämpfen kann, müssen die grundlegenden Bewegungsabläufe erlernt werden. Während dieser Grundschule ist keine spezielle Ausrüstung erforderlich. Ein Shinai sollte der Anfänger jedoch beizeiten anschaffen. Die Entscheidung, die nicht unerheblichen Kosten für Kleidung und Rüstung auszugeben, steht also nicht zu Beginn des Trainings an.
Unter fachkundiger Anleitung und in speziellen Anfängerkursen wird Kendo beim SSF Bonn seit mehreren Jahren angeboten. Nach Abschluss des Anfängerkurses wird in der Trainingsgruppe das Erlernte vertieft und, je nach Neigung, auch auf Wettkämpfe vorbereitet.
Wer sich einen Eindruck von der Sportart verschaffen möchte, ist herzlich eingeladen, beim Training zuzuschauen.
Anfängerkurse werden, je nach Bedarf, ein- bis zweimal im Jahr angeboten (10 Trainingseinheiten). Interessenten melden sich bitte per E-Mail bei Malte Karow.
Sind genügend Interessenten vorhanden, werdet ihr über den Beginn des nächsten Anfängerkurses informiert. Als Bekleidung eignet sich beliebige Sportkleidung mit langer Hose (zum Beispiel Jogginganzug). Leih-Shinais stehen zurzeit in begrenzter Anzahl zur Verfügung.
Wie ist Kendo in Deutschland organisiert?
Wie alle anderen Budo-Sportarten, ist auch Kendo in einem Dachverband organisiert. Die Kendo-Abteilung des SSF Bonn ist Mitglied im NWKV (Nordrheinwestfälischer Kendo Verband e.V.), der wiederum dem DKenB (Deutscher Kendo Bund e.V.) angeschlossen ist.
NWKV und DKenB organisieren Lehrgänge (zum Teil mit hochrangigen japanischen Lehrern), Fortbildungen für Schiedsrichter, Übungsleiter und Trainer und unterstützen die Deutsche Kendo-Nationalmannschaft sowie die Jugendarbeit im Kendo. Hierfür ist von jedem Vereinsmitglied eine jährliche Gebühr von zurzeit 28,00 Euro an den DkenB zu entrichten. Da der SSF diese „Sondergebühr“ für Budo-Sportler aus buchungstechnischen Gründen nicht mit dem jährlichen Mitgliedsbeitrag einziehen kann, muss dieser jeweils zu Beginn eines jeden Kalenderjahres separat eingesammelt werden. Der Nachweis für die Zahlung des Betrages ist eine sogenannte Jahressichtmarke, die im Kendo-Pass eingeklebt wird und zur Teilname an allen offiziellen Turnieren und Meisterschaften sowie zum Ablegen von Prüfungen berechtigt.
Informationen über Veranstaltungen, Prüfungen, und anderes sind auf der Homepage des NWKV und des DKenB zu finden.

